Grab 74 – Dr. David Weiss

1824-1904 Seelsorger der israelit. Kultusgemeinde Krems

Grab 75 – Sali Schik

S Schik 1:

S Schik 2:

S Schik 3:

S Schik 4:
1830-1911

Grab 76 – Heinrich Jelinek

H Jelinek 1:

H Jelinek 2:
1861-1913

Grab 77 – Johanna Deuches

J Deuches 1:

J Deuches 2:

J Deuches 3:
1839-1914

Grab 78 – Jakob u. Theresia Rephan

JT Rephan 1:

JT Rephan 2:

JT Rephan 3:

JT Rephan 4:
Jakob: ?-1916 Theresia: ?-1919

Virtueller Friedhof: Süd-West Abschnitt

Grab 11 - Paul Jäger u.a. Grab 1- Paula Karpfen Grab 2 - Heinrich Singer Grab 3 - Richard Sachs Grab 4 - Emmanuel Seidel Grab 5 - Malvine Aufmesser Grab 6 - Betty Wallisch u.a. Grab 7 - Hermann Kohut Grab 8 - Ernst Schafranek Grab 9 - Anna Schafranek Grab 10 - Rosalia Kohn Grab 12 - Josef Schafranek Grab 13 - Ilonka Komjati Grab 14 - Artur Schafranek u.a.

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Virtueller Friedhof: Süd-Ost Abschnitt

Grab 78 - Jakob u. Theresia Rephan Grab 77 - Johanna Deuches Grab 76 - Heinrich Jelinek Grab 75 - Sali Schik Grab 74 - Dr. David Weiss

Virtueller Friedhof: Nord-Ost Abschnitt

Grab 73 - Moriz Schwarz Grab 72 - Moritz Schafranek mit Gattin u. Kinder Grab 71 - Ernst Schafranek Grab 70 - Moriz u. Fritz Wengraf Grab 69 - Samuel u. Anna Kolb Grab 68 - Emma Goldstein Grab 67 - Theresia Aufwerter Grab 66 - Malvine u. Moriz Singer Grab 65 - Philipp u. Fanni Singer Grab 64 - Leopold, Johanna u. Gustav Zeilinger; Josef Eckstein Grab 156 - Jetti Kreuzer Grab 155 - Max Silber Grab 154 - Helene Blau Grab 153 - Jac Pisker Grab 152 - Julie Wolf Grab 151 - Phillipp Hauser Grab 150 - NN Grab 139 - Gedenkstein Grab 140 - Leopold Tieger Grab 141 - Max u. Hermann Kohut Grab 142 - Marie Hohenberg Grab 143 - Willy Holzer Grab 144 - Adolf u. Katharina Hauser Grab 145 - Emma Hochsinger Grab 146 - Rudolf Kohn Grab 147 - Anna Glaser Grab 148 - Charlotte Karpfen Grab 149 - Max Schafranek Grab 138 - Adolf u. Rosalia Singer Grab 137 - Emanuel Chaska Grab 136 - Miklos Jelinek Grab 135 - Eleonore Ruschitzka Grab 134 - Sofie Grassel Grab 133 - Charlotte Karpfen Grab 132 - Rosa Herzog Grab 131 - David u. Katharina Benisch Grab 130 - Simon u. Cäcilia Kohut Grab 116 - Simon u. Ernestine Schafranek Grab 117 - Anna u. Adolf Tieger Grab 118 - Leopold Lustig Grab 119 - Michael Grapl Grab 120 - Theresia Sucharipa Grab 121 - Max Schafranek Grab 122 - Moritz u. Sofie Schafranek Grab 123 - Julius Schreiber Grab 124 - Julius Hochsinger Grab 125 - Katharina Kohn Grab 126 - Jakob Sucharipa Grab 127 - Anna Fischer Grab 128 - Adolf Schafranek Grab 63 - Sigmund Schafranek Grab 116 - Simon u. Ernestine Schafranek Grab 114 - Adolf Dorn Grab 113 - Richard Fischl Grab 112 - Rosalia Kohn Grab 111 - Rosalie Grassel Grab 110 - Jakob u. Albert Zelt Grab 109 - Fanny Kreuzer Grab 108 - Amalia Lustig Grab 107 - Magdalena Sedelmeier Grab 106 - Ignaz Preiss Grab 105 - Salomon, Berta, Gustav, Rosalia u. Maria Kohn Grab 104 - Richard Friedmann Grab 103 - Moriz Lustig Grab 102 - Emanuel Blank Grab 101 - Salomon Lustig Grab 62 - Julie Oberl�der Grab - 61 Salomon u. Anna Schafranek Grab 60 - Rosa Kalt Grab 59 - Amalie Glaser Grab 58 - Magdalena Schafranek Grab 57 - Moses u. Josefa Glaser 56 - NN Grab 55 - Leopoldine u. Moritz Auspitz Grab 54 - Elisabeth Friedmann Grab 53 - Rosalie Wengraf Grab 52 - Gottlieb Wengraf Grab 51 - Nathan Friedmann Grab 50 - Moses Haas Grab 49 - Magdalena u. Pinkus Oberl�der Grab 48 - Karpfen Grab 47 - Karpfen Grab 45 - Moses Schlesinger Grab 46 - Moritz Stutz Grab 44 - Katharina Schlesinger

Virtueller Friedhof: Nord-West Abschnitt

Grab 100 - Erich Pollak Grab 95 - Anna u. Moriz Schafranek Grab 86 - Adolf Rappa Grab 94 - Leopold Weiss Grab 93 -Simon Weiss Grab 98 - Johann Kreuzer Grab 96 - Josef Kerpin Grab 90 - Ismael Sch... Grab 99 - Anna Weiss Grab 91 - Rosalia Randler Grab 92 - Julius Schwarz Grab 97 - Rosalia Winkler Grab 89 - David Siegler Grab 87 - Resi Seidl Grab 88 - Hermann Reich Grab 43 - Josefa u. Hermann Karpfen Grab 42 - Leopold u. Charlotte Auspitz Grab 41 - Rebecca Kolb Grab 40 - Karoline Stiassni Grab 39 - Josefine Singer Grab 38 - Anna Singer Grab 37 - Rosa Kohn Grab 36 - Cäcilie Friedmann Grab 35 - Johanna Frischauer Grab 34 - Philipp Lederer Grab 33 - Rosalie Kohut Grab 32 - Theresa Kohut Grab 31 - Moriz Kohut Grab 30 - Julius Wolf Grab 29 - Elias Marktreiter Grab 28 - Johann u. Rosa Pohfka Grab 27 - Anna Goldstein Grab 26 - Salomon Sachs Grab 25 - Moritz Billitz Grab 24 - Katharina Karpfen Grab 23 - Fanny Schlesinger Grab 22 - Ida Subal Grab 21 - Rosa Neubauer Grab 20 - Wilhelm Schlesinger Grab 19 - Josefine Schreiter Grab 18 - Albert Neuner Grab 17 - Adolf Goldnagl Grab 16 - Eduard Schafranek Grab 15 - D. Stein

Die Illusion, mit einem anderen Namen überleben zu können Die Familie Max Kohn

Die Familie Kohn ist seit dem Jahre 1873 1 in Krems ansässig. Sie war aus Lackenbach, damals Komitat Ödenburg gekommen. Robert Kohn erinnert sich, daß sein Großvater den ursprünglich jüdischen Namen Nachman auf Neumann ändern ließ. Der Grund – die Verschleierung der Herkunft – liegt auf der Hand, zwei Generationen später sollte Robert Kohn, der Enkel, einen ähnlichen Schritt tun, und seinen Namen auf Hall umändern lassen. Die Illusion, mit diesem Namen in Österreich überleben zu können, hatte er allerdings nicht. Der Vater Robert Kohns, Max Kohn, wurde 1875 in Krems geboren und lernte seine spätere Frau Franziska in Wels kennen. "Jemand hatte die Ehe vermittelt und mein Vater wurde nach Wels geschickt. Nach der Hochzeit hat er in Linz ein Geschäft eröffnet in der Wiener Reichsstraße."2 Die Geschäfte gingen nicht gut, und so übersiedelte die Familie nach Krems. "Wir waren eine Familie, die die jüdischen Gebräuche einhielt und die mit dem Judentum verbunden war, aber nicht im jüdisch-orthodoxen Sinn. Es gab kaum fromme Leute, und die Gebräuche wurden nur sehr oberflächlich eingehalten, aber es gab einen absoluten Zusammenhalt zwischen den einzelnen Mitgliedern der jüdischen Kultusgemeinde. In dieser Atmosphäre sind wir aufgewachsen."

DAS GESCHÄFT

"Mein Vater war ein Kaufmann und hatte in Krems, Untere Landstraße, einen kleinen Laden für Schuhe und Kleider. Seine Kundschaft waren meist Bauern aus der Umgebung. Unser Geschäft war am Anfang des Ersten Weltkrieges ein gutgehendes Geschäft. Mein Vater war nicht sehr tüchtig und hat es schlechter geführt als meine Mutter in den Kriegsjahren, wobei man einräumen muß, der Warenhunger war sehr groß während des Ersten Weltkrieges. Meine Mutter hat es ja verstanden, uns Waren zu verschaffen und hat auch viel eingetauscht. Da ein ungeheurer Lebensmittelmangel war, hat sie für unseren persönlichen Bedarf Ware gegen Lebensmittel eingetauscht. So haben wir keinen Hunger gelitten. Allerdings, den Geschäftsleuten ist es allgemein, trotz der Not in Österreich, nicht schlecht gegangen. Unser Geschäft war ein altmodischer Laden. Mein Vater hat während der zwanziger Jahre oft daran gedacht, ihn zu vergrößern oder zu verschönern, aber es fehlten immer die Mittel. Wir hatten ein Schaufenster und einen Eingang, ein schlauchartiges Geschäft ohne Seitenlicht. Außerdem war das Schaufenster mit Holztüren zu schließen. Tagsüber hingen an den Holzläden Waren. Mein Vater nannte das ‘Aushang’, das waren meist Bauernhosen, Bauernschuhe, Stiefel, alles ohne Preis. Im Schaufenster lagen bessere Schuhe, Stadtschuhe, Tanzschuhe. Die Textilware kaufte mein Vater in Wien. Da hat es immer Schwierigkeiten gegeben, mein Vater war ein kleiner Kaufmann, er bekam Kredit immer nur für 30 Tage. Das war in der flauen Zeit schwer. In späteren Jahren ging er eine vorübergehende Partnerschaft ein. Ein Wiener Kaufmann ohne Geschäft kaufte Artikel zweiter Wahl und gab sie dann billig ab, zu diesem Zweck tat er sich mit meinem Vater zusammen und verstand es die Ware anzupreisen. Er verteilte Flugzettel in der Stadt: `Der billige Verkauf bei Max Kohn hat begonnen’. Der Partner war kein Jude, ein richtiger Wiener, ein dicklicher Mann, sehr humorvoll. Wenn er im Geschäft gesessen ist und die Bücher geführt hat, hat er einen Spruch gehabt, den hat er immer gesagt: ‘Wo ist denn mein Walzerl?’a. Das wird so 1927/28 gewesen sein. Nachdem die Familie Karpfen im Jahre 1933 Krems verlassen hat, übergab sie meinem Vater den Handel mit Fellen und Weinstein, den sie in Krems aufgebaut hatte. Die Karpfen, nach ihrer Lagerhalle in der Mitterau in Krems ist auch der Karpfenstadl benannt, kauften Felle, Weinstein und Lumpen von den Bauern und schickten das dann an Wiener Fabriken. Mein Vater hat dann das als Nebengeschäft bis zu seiner Emigration weitergeführt. Mein Vater war im Ersten Weltkrieg eingerückt und war drei Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft. Von seinem Kriegseinsatz sind ihm große Narben auf den Waden geblieben. In diesem Zusammenhang fällt mir ein Beispiel für den Antisemitismus in ‘ruhigeren’ Zeiten ein. Die Kriegsgefangenen aus Rußland hatten in Krems eine Vereinigung. Der Vorsitzende war ein Malermeister Fürst aus Krems, der über Umwege mit uns sogar verwandt war – was ihm natürlich gar nicht paßte. Einmal ist ein Kamerad zu meinem Vater gekommen und hat ihn aufgefordert, zur Zusammenkunft zu kommen. Mein Vater zögerte lang, ging dann aber doch einmal hin. Der Fürst war der Vorsitzende, am Beginn stand er auf und sagte: `Da ist der Max Kohn, er möchte Mitglied werden. Hat jemand etwas dagegen?’ Nach dieser Szene ging mein Vater dann nicht mehr hin. Wenn

weg S 80:

Das Geschäft von Max Kohn in der Unteren Landstraße 36

weg S 81:

Max und Franziska Kohn
mit ihren Kindern Alice und Robert 1914

es eine Vereinigung aller Kriegsgefangenen gibt, hätte man ihn doch automatisch akzeptieren müssen, da er doch auch Kriegsgefangener gewesen war. Wie überall kamen die Kremser Juden zu den Feiertagen zusammen um zu beten. Man nannte das’Drei-Tage-Judentum’, die restliche Zeit nahm man es mit den Ritualen nicht so genau: Die drei Feiertage sind die beiden Neujahrstage und der große Fastentag Yom Kippur. Da fand man den Tempel voll und alle Gebete wurden genau nach Vorschrift gebetet. Es gab nur.ganz wenige Familien die sich an die Vorschriften hielten und nur geschächtetes Fleisch aßen. Der große Teil lebte ziemlich frei, was Speise und Trank betraf. Aber der Kontakt mit der jüdischen Gemeinschaft und der jüdischen Tradition war da."

ANMERKUNGEN

1 Hannelore Hruschka. Die Juden in Krems. Bd.2. S. 287
2 Robert Kohn. Interview
3 Ebd.
4 Gemeint ist eine Walze mit Löschpapier

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