Eine Bibliothek auf dem Friedhof

Eröffnung von CLEGG & GUTTMANNS Öffentlicher Bibliothek auf dem Jüdischen Friedhof Krems am Sonntag, den 12. Dezember 2004 um 11.30 Uhr.

Wie kommt man zum Jüdischen Friedhof Krems?
Anfahrt
Stadtplan Krems

Am 12. Dezember um 11:30 wird auf dem jüdischen Friedhof in Krems (Wiener Straße 133) die erste Bibliothek auf einem Friedhof eröffnet. Die international enommierten Künstler CLEGG & GUTTMANN haben dieses Projekt realisiert. Die Eröffnung nehmen Landeshauptmann Erwin Pröll (angefragt) und Bürgermeister Franz Hölzl (angefragt) vor. Im Anschluss an die Eröffnung gibt es im Autohaus Hänfling ein Konzert des Komponisten Konrad Rennert.

Vor einigen Jahren wurde der Aussenfassade der Piaristenkirche in Krems/Stein eingemauerte jüdische Grabstein restauriert und soll zu seiner letzten Ruhestätte auf den 1882 gegründeten Jüdischen Friedhof Krems übersiedelt werden. Die Gestaltung der zurückbleibenden Leerstelle war Aufgabe eines von der kunst im öffentlichen raum niederösterreich ausgeschriebenen Wettbewerbes. Diesen gewann das Künstlerpaar Clegg & Guttmann mit der Weiterführung ihres 1991 in Österreich begonnenen Projektes „Open Public Library“.

schrank1:

Da keine Einigung über den Aufstellungsort gefunden werden konnte, errichteten Clegg & Guttmann die Bibliothek nicht in der Piaristenkriche sondern am Jüdischen Friedhof in Krems. Es handelt sich dabei um die erste öffentliche Bibliothek auf einem jüdischen Friedhof. Die Künstler schufen ein Bücherregal in der Größe und Form eines Grabsteins mit Glastüren.

Es enthält eine sorgsam ausgewählte Sammlung von Büchern, die der jüdischen Philosophie und der Geschichte des Todes gewidmet ist. Die Auswahl setzt sich aus deutschen, englischen und hebräischen Texten zusammen. So ist die Arbeit weniger ein Denkmal für einen fehlenden Grabstein in einer Wand, als für die große und einstmals gedeihende jüdische Gemeinde in Krems. Die BesucherInnen sind dazu eingeladen, diese Kombination aus Kunstwerk, Bibliothek und Kulturfundus zu erforschen und die Bibliothek mit eigenen Büchern zu diesen Themen zu erweitern.

schrank2:

Das hartnäckige Freilegen von Geschichtsrelikten ist ein immer wiederkehrender Aspekt im Werk von Clegg & Guttmann. Indem die Künstler vernachlässigte oder vergessene Sammlungen von Büchern in den Vordergrund rücken, deuten sie auch auf alternative Informationswege hin. Clegg & Guttmann bieten hier Lesarten als Übergang zwischen Kulturgeschichten, bestimmten Orten und der Abstraktheit des Todes an. Weitere Bibliotheksinstallationen befinden sich derzeit im Stift Melk sowie im Freud Museum in Wien. Für das nächste Jahr, in dem Krems 700 Jahre Stadtfest feiert, ist weiters auf Initiative des Vereins Freunde des Jüdischen Friedhofes Krems die Umfunktionierung des verfallenen Wärterhäuschens auf dem jüdischen Friedhof Krems in ein Informationszentrum angedacht. Dieses wird von den Architekten Walter Kirpicsenko und Alexander Klose geplant und soll neben der öffentlichen Bibliothek von Clegg & Guttmann den Friedhof erstmals zu einem Ort lebendiger Geschichten machen.

Zum Programm
Es sprechen: Dr. Robert Streibel, Verein der Freunde des jüdischen Friedhofs Krems, Dir. Franz Hölzl, Bürgermeister Krems (angefragt), Martin Guttmann, Dr. Erwin Pröll, Landeshauptmann (angefragt)

Kostenloser Shuttle Bus von Wien nach Krems:
Ab Wien Universität, Grillparzerstraße/Ecke Rathauspark, Abfahrt: 10.00 Uhr, Rückfahrt: 15.00 Uhr

11.15 Lesung aus der Bibliothek
Dr. Hodik Absholon, Eva Spreitzhofer, Julie A. Ryan
11.30 Begrüßungen und Eröffnung; begleitet durch den Kantor Alexander Lerner
12.30 Autohaus Hänfling (vis à vis des Friedhofs); Konzert von Konrad Rennert
13.00 Abraham Nemschitz (Israel), ein Überlebender erinnert sich 13.15 Präsentation des Modells der Architekten Walter Kirpicsenko – Alexander Klose für das Infozentrum auf dem Jüdischen Friedhof
13.30 Buffet

Bringen Sie bitte ein Buch zum Thema Judentum mit, um die Bibliothek zu bereichern.
Für weitere Informationen und Bildunterlagen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Petter Katrina Tel. 02742/9005-13504; katrina.petter@noel.gv.at

Informationen über den Jüdischen Friedhof Krems unter: www.judeninkrems.at Robert Streibel Tel. 01/ 804 55 24-12 r.streibel@vhs-hietzing.at

Jüdischer Friedhof Krems
Wiener Straße 133
3500 Krems

Entwicklung der jüdischen Bevölkerung 1848-1938

Die zahlenmässige Entwicklung der israelitischen Bevölkerung in der Stadt Krems von 1848 bis 1938

Datum……………Familien……………Seelen……………Summe……………%-Anteil

1.12.1851…………..ca. 25

15.5.1856………………..38…………………176……………………………………….ca. 2,5

Oktober 1857………………………………………………………6.837

11.8.1858……………………………….über 200……………………………………….ca. 3,5

29.11.1858………………………………..ca. 300……………………………………….ca. 4,0

4.9.1861………………….45

1869………………………………………………179……………..8.155…………………….2,2

1.3.1879…………………………………………..33

1880………………………………………………212……………11.042……………………1,92

31.12.1890……………………………………..227……………10.594……………………2,15

31.12.1900……………………………………..189……………12.551……………………1,51

1910…………………………………………… ..183……………14.384……………………1,27

22.3.1934…………………………………………99……………14.856……………………0,68

bis 12.3.1938……………………………….ca. 75

Die jüdischen Helden

————-
1914-1918

	Schafranek Ernst	Etsdorf
	(4.6.1916)

Chaska Leo Etsdorf
Grünfeld Mor(?) Tokosan
Anschel Alexander Chyrow
Pollak Bernhard Tisza Uylak (?)
Kimel Isak Lemberg
Kohut Ernst Lengenfeld
Schieber Mendl Milkin Zaslanono
Weiss Simon Elöpatony
Takarz Chaim Warschau
Bein Manuel Berath
Rosenrauch Jakob Suezawa
Lewkovitz Karl Lodz
Lustig Max Hadersdorf

Z wie Zeilinger

Zeilinger

Guttmann:
1834-1837 Handelsjud aus Altstadt, wiederholt kurzfristig in Krems

Leopold:
1840 ca. geboren, Geburtsort unbekannt
1869 Inserat: Niederlage fertiger Herrenwäsche, Galanterie- und Kurzwaren vis à vis Reichels Tuchhandlung
1871 (vor) Gattin: Johanna
Kinder: Gustav geb. 1871 in Krems
Emma, verehelichte Eckstein
1881 Max geb. in Krems
1883 Oskar geb. in Krems
Während seiner kaufmännischen Tätigkeit reichliche Spenden an die verschiedensten Institutionen der Stadt Krems zu den verschiedensten Anlässen.
1901 gestorben, im 62. Lebensjahr, IFK

Johanna:
Ehefrau des Leopold Z.
1851 ca. geboren, Geburtsort unbekannt
1871 nach Krems, Untere Landstr. 12
1901 Witwe, führt Geschäft ihres Mannes weiter
1908 10. Jänner: Kauf der Liegenschaft Untere Landstr. 12 gemeinsam mit Sohn Gustav
1913 25. Feber: nach langem Leiden gestorben. – Als tüchige Geschäftsfrau verstand es die Dahingeschiedene während ihrer langen Geschäftstätigkeit sich das Vertrauen aller Kundenkreise zu erwerben…"
Kinder: Gustav; Emma Eckstein, geb. Zeilinger; Max; Oskar
Schwiegersohn: Dr. med. univ. Josef Eckstein (ca. 1866-1933)

Gustav:
Sohn des Leopold und der Johanna Z.
1871 in Krems geboren
Kaufmann im väterlichen Geschäft Untere Landstr. 12
1914 22. Jänner: nach dem Tod seiner Mutter erbt er zusammen mit den Geschwistern Hausanteil seiner Mutter
1915 14. Oktober: Aufnahme in den Gemeindeverband
1920 13. April: gestorben, IFK

Max:
Sohn des Leopold und der Johanna Z.
1881 22. Jänner: in Krems geboren
1904 Militär
1914 22. Jänner: erbt nach dem Tod der Mutter zusammen mit den Geschwistern Anteil des Hauses Untere Landstr. 12
1916 (vor) 8. Feber: Verehelichung mit Maria geb. Brager, aus Wien
Heinemannstr. 10/1, Kaufmann; evangelisch
1917 Untere Landstr. 12
Kinder: Elfriede geb. 1918
Kurt geb. 1919
1928 7. Mai: Ausgleich des Max Z.
5. Oktober: gelöscht
1929 17. Feber: Verkauf seines Hausanteils an Vieröckl
Keine weiteren Erwähnungen.

Oskar:
Sohn des Leopold und der Johanna Z.
1883 22. Jänner: in Krems geboren
1894-1902 1.-8. Klasse Gymnasium, Matura
Vormund 1901 nach dem Tod des Vaters: Leopold Wolf, Cafetier, Wien 5, Margaretenstr. 67
1904 Militär
1914 22. Jänner: nach dem Tod seiner Mutter erbt er zusammen mit den Geschwistern Anteil des Hauses Untere Landstr. 12
Kein weiteren Erwähnungen.

T wie Tieger

Tieger

Adolf:
1843 16. September: geboren, zuständig: Eisenstadt
Gattin: Anna geb. 10.5.1853, zuständig: Eisenstadt
1907 vor: Wildbret-, Geflügel- und Fleischhändler in Krems
1912 Gattin Anna gestorben, IFK
1924 gestorben, IFK

Hermann I:
Eltern unbekannt
1855 ca. in Krems geboren
1897 12. April: Vater einer Tochter Irma in Ober-Eisenstadt
Kleiderreiniger
1937 im Ziegelofenteich in Eisenstadt ertrunken

Hermann II und Malvine (Geschwister):
Eltern unbekannt
1921 22. Dezember: Hermann in Krems geboren
1923 20. März: Malvine in Krems geboren
Zuständigkeit noch nicht festgestellt
1927 10. August: Stadtgraben 16 (Johanna Kolb)
1938 21. Oktober: Abmeldung nach Wien

W wie Wasservogel

Wasservogel

Rudolf:
1884 geboren, Geburtsort unbekannt
1911 Installationsbüro für Elektrotechnik, Obere Landsr. 32
Bruder des Oskar Wasservogel (Buchhalter in der Apotheke es S.E. Kleewein)
1913 4. Mai: heiratet in Wien Erna Pick, geb. 1893
1914 Kinder: Marion geb. 11.2. in Krems
1917 Erich geb. 26.10. in Krems
1919-1920 Gemeinderat; 31.12.1920: Zurücklegung des Gemeinderatsmandates
1919 1. September: offene Handelsgesellschaft für elektrische Installationen und elektrotechnisches Material – Rudolf Wasservogel, Krems, Obere Landstr. 31; Albert Schildorfer, Wein 4, Wiedner Gürtel 60
1929 21. Dezember: Rudolf Wasservogel – Alleininhaber, Schildorfer ausgetreten
1934 10. Dezember: gelöscht infolge Herabsinkens zum Kleingewerbe
1938 Juni: „kürzlich wurde der jüdische Elektrotechniker R.W. verhaftet, da er im dringenden Verdacht der fahrlässigen Krida steht“.
1938 23. September: Abmeldung samt seiner Frau nach Wien

Marion:
Tochter des Rudolf und der Erna W.
1914 11. Feber in Krems geboren
1924-1932 1.-8. Klasse Gymnasium, Matura, Körnermarkt 10
1933 nach unbekannt verzogen.

Erich:
Sohn des Rudolf und der Erna W.
1917 26. Oktober: in Krems geboren
1927 1. Klasse Realschule, Körnermarkt 10
1937 angeblich nach Wien verzogen

Nathan:
Bruder des Rudolf W.
1872 15. Oktober: geboren, zuständig, Golleschau, Schlesien
Hauptmann-Rechnungsführer; keine Konfessionsangabe.
1919-1920 Gegen den Widerstand von Vize-Bürgermeister Hutter (christl. sozial) und Dr. Tangl (dt. national) in den Gemeindeverband von Krems aufgenommen.
Keine weiteren Erwähnungen.

Weininger

Salomon:
1841-1847 Handelsjud aus Hradisch, wiederholt kurzfristig in Krems 1847 auch mit „Weib“
1851 Gründungsmitglied des Betvereins – 1. Vorsteher
1852 Kauf der Liegenschaft Derifaltigkeitsplatz 5 (1855 Verkauf)
1852 26. Mai: Kauf der Liegenschaft „ein Keller samt Gartl darauf auf der Burg…“
Gattin: Karoline
1852 15. Juli: Aufnahmegesuch in den Gemeindeverband wird abgelehnt
1853 3. Mai: Ausbruch eines Feuers in seinem Warenlager – „eigenartige Darstellung in ‚Die Presse'“.
1860 20. Juli (vor): gestorben: den Einantwortung der einen Haushälfte nach Solomon W. für das Ehepaar Kraus.
1863 3. April: Aufsandung der Haushälfte von Karoline W. für das Ehepaar Kraus.
Kein weiteren Erwähnungen.

Nathan:
vermutlich Bruder des Salomon W.
1833 ca. geboren, aus Ungarisch Hradisch
1859 19. März: israelitischer Handelsmann, Krems Stadt Nr. 274 – „Kind Katharina, 7 Tage, gestorben an Schwäche“.
1861 Krems Nr. 299
Gattin: Rosalia ca. 1837-1863
Kinder: Moritz (siehe Schafranek Philip)
Adolf
1863 4. September: stirbt Ehefrau Rosalia, 26 Jahre, an Brechruhr, Krems Nr. 55
1863 13. September: stirbt Kind Leopold, 4 Monate, an Fraisen, Krems Nr. 55
1866 Jänner: Verurteilung wegen Betruges zu 3 Monaten schweren Kerker, verschärft durch einen monatlichen Fasttag.
Keine weiteren Erwähnungen.

Weiss

David Dr.:
Rabbiner
1824 3. Juli: in Mißlitz, Mähren, geboren
1882 Rabbiner, Religionslehrer, Seelsorger der Strafanstalt Stein
1904 Mitglied des Bezirksschulrates und Armenrates etc., Dinstlstr. 3
Gattin: Rosalia Aurelie geb. Mühsam geb. ca. 1848
1904 2. Oktober: nach kurzem Leiden an Herzlähmung gestorben – in der Synagoge wird an seinem Sterbetag „angzündet“

David:
Theaterdirektor
1892 29. November: in Kaschau, Ungarn, geboren; zuständig: Stryi, Galizien
1918 28. Dezember: Krems, Stadtgraben 14 von Wien 2, Ennsgasse
1919 31. Dezember: zum Katholischen Glauben übergetreten
Taufe in Krems: David Rudolf Clemens Weisz
Vater: Moses Weiss, Kantor in Stryi, Galizien, mos.
Mutter: Ernestine Friedmann, mos.
1921 Theaterdirektor des Kremser Stadttheaters
Keine weiteren Erwähnungen.

Bernhard:
1841 Handelsjud, Herkunftsort unbekannt; kurzfristig in Krems

Jakob:
1834 Handelsjud aus Schaffa; kurzfristig in Krems

Josef:
1841 Handelsjud, Herkunftsort unbekannt; kurzfristig in Krems

Markus:
1841 Handelsjud, Herkunftsort unbekannt; kurzfristig in Krems

Weiss

Abraham:
1833-1845 Handelsjud, Herkunftsort unbekannt; wiederholt kurzfristig in Krems
1851 Gründungsmitglied des israelitischen Betvereins in Krems
Keine weiteren Erwähnungen – vermutlich Ehemann von Magdalena

Magdalena:
vermutlich Ehefrau des Abraham W.
1807 ca. geboren, Geburtsort unbekannt
1861 bereits als Witwe geführt, Weinzierl 62
Kinder: Jakob, Leopold
1865: Hohenstein 50
1867: Kremstal 9
1876 4. Juni: gestorben, an Lungenentzündung, 69 Jahre
Handelsmannswitwe, Krems Nr. 289

Josef:
Verwandtschaftsverhältnisse ungeklärt
1883 5. März: in Krems geboren; Eltern unbekannt
1916 (vor) Verehelichung mi Kamilla geb. ca. 1898
Kind: Lotte geb. ca. 1916
1920 Handlungsagentur (Gewerbeschein), Gartengasse 7(Katharina Benesch) von Wien 12, Flurschützg. 7
1927 15. März: Abmeldung nach Polen

Anna:
1885 10. Juni: in Krems geboren; Eltern unbekannt; zuständig: Krems
1917 Schneiderin, ledig
ständiger Wohnsitz: Krems, Gartengasse 7
Arbeitsplatz vielleicht Wien 16, Neulerchenfelderstr.
Kind: Stefanie geb. 1909 in Wien
Keine weiteren Erwähnungen.

Leo Dr.:
Geburtsort und -datum unbekannt
1873 Med. Chirurg, Geburtshelfer; „…seit 17 Jahren praktischer Arzt, zeigt an, dass er sich in Mautern Berufsausübung der Praxis niedergelassen habe…für Arme unentgeltlich.“
1878-1879 Kinder: Josef geb. 17.7.1864 Kozlow, Galizien; 1878/79: 3. Klasse Gymnasium
Sigmund geb. 9.1.1866 Kozlow; 1878/79: 1. Klasse Gymnasium

Weiss

Leopold:
1873 8. Feber: in Wetzleinsdorf geboren
1915 20. März: Krems, Austr. 4/3/2 von Traismauer
Gattin: Paula geb. Stranski geb. 1874 in Wien
Kinder: ROsa geb. 1898 in Wien; verehelichte Löwenkron (siehe dort)
Egon geb. 1803 in Wien
Stationsmeister bei den österr. Staatsbahnen
1818-1821 12. November: sozialdemokratischer Gemeinderat
1918 20. Dezember: freiwillige Aufnahme in den Gemeindeverband
Spende 200 K, Aufnahmetaxe 100 K
1919 6. September: Schillerstr. 9
1924-1933 4. Feber Mitinhaber der offenen Handelsgesellschaft „Löwenkron & Weiß“ – Likör, Rum – und Fruchtsafterzeugung
1924 27. März: von der Bezirkshauptmannschaft Krems mit der Leitung der israelitischen Kultusgemeinde betraut
1933 28. Oktober: Abmeldung des Ehepaares nach Wien 16, Ottakringerstr. 175,; ebenso Sitzverlegung obiger Firma nach dorthin
1945 8. Mai: beide für tot erklärt (laut Meldekartei)
Leopold: begraben am IFK, Datum unleserlich.

Egon:
Sohn des Leopold un der Paula W.
1903 10. Juni: in Wien geboren
1914-1923 1.-8. Klasse Gymnasium, Matura
1929 24. Jänner: Mitinhaber der Firma Löwenkron & Weiß
1933 30. Oktober: Kaufmann; Abmeldung nach Wein 16, Ottakringerstr.

Wengraf

Zusätzliche Angaben unter: Familie Wengraf

Michael:
1833 aus Nikolsburg, kurzfristig in Krems

Gerson und Nathan:
1845 aus Nikolsburg, kurzfristig in Krems

Joachim:
1833-1834 Handelsjud aus Nikolsburg, wiederholt kurzfristig in Krems
1861 Gemeindeverbandsaufnahme, verheiratet
Land- und Posamentierhändler, Krems Stadt Nr. 109
Keine weiteren Erwähnungen.

Gottlieb:
vermutlich Sohn des Joachim W.
1824 ca. geboren, aus Nikolsburg
1856 Geschäft: Täglicher Markt 5: Band- und Posamentierwaren
1858 12. Juli: Kind Johann, 5 Monate, gestorben an Wasserkopf
israelitischer Handelsmann
Krems Nr. 73
1861 Gattin: Rosalia ca. 1828-1895
Kinder: Elisabeth, verehelichte Neustadtl
Moritz geb. 1856
Josef geb. 1860
Karoline, verehelichte Neumann
Krems Nr. 25
1864 22. Jänner: Eintragung ins Handelsregister: Bandhändler in Krems
1869 Inserat: „Dank und fernere Anempfehlung…Hinreichende Warenkenntnisse, welche ich mir während bereits 30-jähriger Manipulation in diesem Fache zueignete, versetzen mich in die Lage…Überhaupt werde ich das Renommee dieser, seit länger als ein halbes Jahrhundert am hiesigen Platz bestehenden Firma dauernd zu erhalten bestrebt sein. Gottlieb Wengraf. Lager von Band- und Posamentierwaren und alles in diesem Fach einschlagenden Artikel, nächst dem Gasthofe zum Goldenen Hirschen, Dreifaltigkeitsplatz in Krems.“
1870-1873 Vorstandsvertreter der israelitischen Religionsgenossenschaft
1876 15. Mai: Aufnahme in den Gemeindeverband
Handelsmann, Stadt Nr. 73
1883 2. Oktober: Kauf der Liegenschaft Obere Landstr. 21 bzw. Gartengasse 2, Stadt Nr. 8, gemeinsam mit Ehefrau Rosalie
1891 11. November: Übergabe des Geschäftes an Sohn Moritz W.
1892 8. Feber: gestorben an Entkräftung, 68 Jahre, Hausbesitzer, Obere Landstr. 21, IFK; in der Synagoge wird an seinem Sterbetag „angezündet“.

Rosalie:
Ehefrau des Gottlieb W.
1828 ca. geboren, Geburtsort Lomnitz
1883 2. Oktober: Kauf der Liegenschaft Obere Landstr. 21
1892 13. Dezember: erbt dieses Haus nach dem Tod ihres Gatten
1895 26. Okt. in Wien gestorben, IFK; in der Synagoge wird an ihrem Sterbetag „angezündet“.

Die Linie wird in Krems durch Moritz W. weitergeführt.

Moriz:
Sohn des Gottlieb und der Rosalie W.
1856 geboren, wahrscheinlich in Krems
1891 11. November: Übernahme des Geschäftes seines Vaters:
Band- und Posamentierwaren, Täglicher Markt 5
Gattin: Pauline geb. Aschkenes, geb. 1869
Kinder: Fritz geb. 1891 in Krems
Georg geb. 1892 Krems
Grete geb. 1893
Felix geb. 1895 Krems
Elsa geb. 1897 Krems
Johanna geb. 1899 Krems
1893 16. Juni: Ehefrau Pauline wird Mitbesitzerin der protokollierten Firma
1897 500 fl-Stammaktienzeichnung für den Kremstalbahnbau
1899 28. März: erbt gemeinsam mit seinen Geschwistern das Haus Obere Landstr. 21: Wengraf Moriz und Josef, Neumann Caroline geb. Wengraf, mj. Neustadtl Paula und Hans (wahrscheinlich Kinder der Elisabeth Wengraf, verehelichte Neustadtl)
1903 22. Juli: Kauf der Anteile des Josef W. und der Karoline Neumann, gemeinsam mit Ehefrau Pauline
1904 6. September: Geschäftsverlegung von Täglicher Markt 5 nach Obere Landstr. 21
Herren- und Damen-Modewaren-Etablissment
1904 ab 18. Oktober: Besitzer der Liegenschaft Obere Landstr. 21 gemeinsam mit Ehefrau Pauline (Anteile der mj. Paula und Hans Neustadtl kauft Pauline W.)
1907 Kauf des Hauses Nr. 95 in Stein/D. am exekutivem Weg von Josef Liebl. (vgl. Löwenkron, Likörerzeuger, Stein Nr. 95 – ab 1918)
1917 Gewerbeschein für „unbeschränkten Gemischtwarenhandel
1920 Beirat der israelitischen Kultusgemeinde in Krems
1922 26. Feber: gestorben, IFK: „Das Andenken eines guten Mannes bleibt ein fortdauernder Segen seiner Nackommen“. – Spruch Salomons, cap. 10, 7
in der Synagoge wird an seinem Sterbetag „angezündet“

Pauline:
Ehefrau des Moriz W.
1869 geboren, Geburtsort unbekannt, geb. Aschkenes
1893 16. Juni: Mitbesitzerin der prot. Firma
1903 kauft Hausanteil ihres Schwagers Josef Wengraf
1904 kauft Hausanteil der mj. Paula und Hans Neustadtl
1922 7. Juli: nach dem Tod ihres Mannes wird Pauline während der Verlassenschaft als Firmeninhaberin eingesetzt
1923 28. Juni: erbt das Haus Obere Landstr. 21 nach dem Tod des Gatten
1923 3. Mai: Firmeninhaberin; Prokurist: Sohn Felix W.
1931 10. Juli: Verkauf des Hauses Obere Landstr. 21 an Mitterhofer
1932 Oktober: Krems Richtung Brünn verlassen, gemeinsam mit ihrer Tochter Johanna
1932 30. Dezember: Gewerberücklegung, Firma gelöscht
ca 1942 nach Theresienstadt mit Jochter Johanna deportiert.

Fritz:
Sohn des Moritz und der Pauline W.
1891 24. Oktober: in Krems geboren
1902-1906 1.-3. Klasse Gymnasium; 4.7.1906: abgemeldet
1915 Mediziner; Kadett im 84. Inf. Reg., bronzene Tapferkeitsmedaille
1921 28. Feber: Promotion an der Universität Wien zum Doktor der gesamten Heilkunde
27.3.1938 Trauung in Wien und Flucht in die USA (New York)
11.3.1971 in Frankreich gestorben; IFK: letze Bestattung; Laut Aussage der Friedhofsbetreuerin trug die Ehefrau des Toten die Urne, die aus Paris hierher überführt wurde, selbst zu Grabe.

Georg:
Sohn des Moriz und der Pauline W.
1892 3.(4.) Oktober: in Krems geboren
1903-1911 1.-7. Klasse Realschule, Matura
1915 Kadett des 84. Inf. Reg., silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse
1916 Leutnant im Sappeur-Bataillon Nr. 2
Hochschulstudium
1925 21. Dezember: Kaufmann, ledig, Obere Landstr. 21 von Wien 9, Berggasse 8
1927 Diplomkaufmann
1932 28. Feber: Abmeldung nach Neutitschein gemeinsam mit Gattin Anna geb. 1889 (?). Am 28.9.1944 von Theresienstadt nach Auschwitz deportiert. 2 Töchter: Dagmar und N.

Grete:
17.8.1893, verheiratet 2.4.1924 mit Dr. Franz Reiser (geb. 19.8.1891 in Lemberg; gest. 1.12.1971 in Wien); Taufe von Grete Reiser 17.4.1933, gest. 15.6.1944 in Wien.
Sohn von Grete und Franz Reiser: Ing. Rudolf Reiser, geb. 11.11.1935 lebt in Wien

Felix:
Sohn des Moriz und der Pauline W.
1895 28. September: in Krems geboren
1906-1914 1.-6. Klasse Realschule
1920 Prokurist der väterlichen Firma
1933 6. Mai: Abmeldung nach Wien

Elsa:
Tochter des Moritz und der Pauline W.
21.3.1897 in Krems geboren
1920-1927 im Haushalt tätig, Obere Landstr. 21
1932 Oktober: gemeinsam mit Mutter und Schwester Johanna nach unbekannt verzogen.
1938 von Wien nach London geflüchtet, 1956 nach New York umgesiedelt, 6.12.1989 in New York gestorben.

Johanna (Hansi):
1899 in Krems geboren
1927 Private, Obere Landstr. 21
1932 Oktober: gemeinsam mit Mutter zuerst nach Brünn, Mittlere Straße 4 übersiedelt, nach Theresienstadt deportiert.

Wengraf

Josef:
Sohn des Gottlieb und der Rosalia W.
1860 geboren, wahrscheinlich Krems
1891 Kaufmann, ledig
1899 28. März: erbt gemeinsam mit seinen Geschwistern Moritz, Karoline und mj. Neustadtl Paula und Hans Hausanteil in der Oberen Landstr. 21
1903 22. Juli: Hausanteil an Schwägerin Pauline Wengraf verkauft
Keine weitern Erwähnungen.

Karoline:
Tochter des Gottlieb und der Rosalie W.
Geburtsdatum unbekannt
verehelichte Neumann
1899 28. März: erbt Hausanteil gemeinsam mit den Geschwistern Moritz, Josef und mj. Neustadtl Paula und Hans in der Oberen Landstr. 21
1903 22. Juli: verkauft ihren Hausanteil an den Bruder Moritz W.
Keine weiteren Erwähnungen.

Elisabeth (Elise):
Tochter des Gottlieb und der Rosalia W.
Geburtsdatum unbekannt
1875 spendet 2 fl. 50 kr. dem Unterstützungsfonde der Mädchenbürgerschule
verehelichte wahrscheinlich Neustadtl – denn:
1899 28. März: erben die minderjährigen Kinder Paula und Hans Neustadtl Hausanteil der Liegenschaft Obere Landstr. 21 nach dem Tode der Rosalia Wengraf <br1904 18. Oktober: wird obiger Hausanteil an Pauline Wengraf (Schwägerin der Elisabeth) verkauft
Keine weiteren Erwähnungen.

Wolf

Julius:
1845-1893; Kaufmann aus Krumau am Kamp; IFK

Julie:
1850-1918; IFK

Juliane (Julie):
1864 ca. geboren, Geburtsort unbekannt
1920 8. Oktober: Konzession für Trödlergewerbe, Krems, Göglstr. 13 bwz. Schuhmachergasse 3 genehmigt
1927-1930 Wohnung Dachsberggasse 6
1938 Kolpinggasse 2
1938 in Krems gestorben, im 75. Lebensjahr, IFK

Wottitz

Adele:
1887 geboren, zuständig nach Preßburg
1914 15. Mai: Krems, Lederergasse 17 von Wien 2, Volkertstraße – Verkäuferin, israelitisch, ledig
1916 6. April: verehelichte Sallaba

K wie Karpfen

Karpfen

Abraham:
1775 geboren in Porlitz, Handelsmann 1
833 Im Fremdenprotokoll als „Handelsjud aus Porlitz“ bezeichnet.
1835-1837 In dieser Zeitspanne wiederholt kurzfristig
1845 Sohn, 1845 mit Weib und 3 Söhnen – in Krems.
1851 Gründungsmitglied des Betvereines
1861 ca.: Hohenstein Nr. 43
Gattin: Zara
Kinder: keine angegeben, vermutlich: Hermann
Michael
Jakob I
Söhne des Abraham
Mit Sicherheit Rosalia, Ehefrau des Markus K.,
Tochter des Abraham.
1861 Gemeindeverbandaufnahme
bis dahin zuständig: Porlitz, Bezirk Brünn, Mähren – „leben bei ihrem Schwiegersohn Markus Karpfen, Hohenstein Nr. 38“.
1861 22. Oktober: in Krems, Hohenstein 38, 86-jährig, gestorben.

Karpfen

Jakob (Jaques):
Sohn des Leopold und der Juliane K.
1882 12. April: in Krems geboren
1896-1897 Realschule: Klasse 2 a
1904 5. Mai: Militärstellung, tauglich 2. Altersklasse
1911 2. Juli: Vermählung mit Frl. Paula Sommer geb. 1886, im Rathaussaale der Stadt Amstetten
1912 Kinder: Fritz geb. 25.4.1912 in Krems; 1921-1930 Realschule, vermutlich Matura
1920 Kurt geb. 8.3.1920 in Krems; 1930-31.10.1933 Realschule, 1.-4. Klasse; ausgetreten
1920 übernimmt nach dem Tode seines Vaters die protokollierte Fa. Leopold Karpfen≠s Söhne
1922 23. Oktober: Grundbucheintragung Eigentum auf 3/32 der Liegenschaft Untere Landstr. 36
1925 14. März: Paula und Jakob Karpfen erwerben zu ihrem Hausanteil zusätzlich noch 15/32 der Liegenschaft
1932 13. Mai: Einantwortung nach dem Tod der Juliane Karpfen (Mutter die Besitzverhältnisse am Hause sind nun folgendermaßen:
a)Karpfen Jakob und Ehefrau Paula 62/96
b)Karpfen Leo 17/96
c)Lichtenstern Irma 17/96
1933 12. Juli: Kaufvertrag vom 26. Mai 1933 – Die Eigentumsrechte der Liegenschaft gehen an Diem Josef und Rosa.
1933 November: die ganze Familie wird abgemeldet und gibt an, nach Betack in Palästina zu gehen. weiterlesen

S wie Sax

Laut Gold hätten 1971 Sachs noch im Ausland gelebt.

Sax

Artur:
1884 5. Dezember: geboren, zuständig: Wien
1911 3. November: nach Krems, Trauensbergstiege 6 von Wien 9, grüne
Torgasse 10: Zahntechniker
Gattin: Katharina geb. 20.9.1887
Kind: Therese geb. 7.1.1911
1914 Militär
1925 10. Juni. Amtliche Erhebung: Katharina Sax wohnt noch Frauenbergstiege 6
Keine weiteren Erwähnungen.

Sachs
LAZAR 1937 kurzfristig in Krems √ Herkunft unbekannt

Jakob 1899 Kleidersalon mit Gattin Katharina

Salomon:
1813 geboren √ Geburtsort unbekannt
1851 Gründungsmitglied des Betvereins-2. Gabaj √ Schächter bis 1887

Kinder:
1857 Jakob (15.9.)
1861 Moritz
1865 Emabuel 6.5. gestorben an Fraisen
1868 Rosalie 15.5. gestorben an Fraisen
1887 Gattin Anna 14.11. an TBC gestorben Langenloiserstr.23
1934 24.12. an Altersschwäche gestorben Körnermarkt 7
Moritz 1861 geb.-Hilfsbeamter am k&k Steueramt 1884 gest. an Lungenschwindsucht

Jakob 1854 geb. Handelsmann 1887 Gattin Katharina geb. 1863 Petersdorf Obere Landstraße 12 √ Schneiderin

Kinder
1887 Richard gest. 14.1.1896 IFK
1887 Karl
1889 Anna 7.12. mit 8 Monaten an Fraisen gestorben
1851 Ida 1.2. mit 9 Monaten an Bronchitis gestorben
1892 Stefanie (verehel. Nemschitz)
1895 Norbert 25.5. weiterlesen

H wie Haas

Haas

Jakob Moses:
1826-1890, IFK
1826 geboren, Geburtsort unbekannt; zuständig: Kislitz, Mähren
1860 ab: in Krems nachweisbar – 29. Juli: „verstorben in Krems dem Jakob Haas, israelitischer Handelsmann sein Kind Moritz, 1 Π Jahre, Vorstadt Hohenstein Nr. 38“.
1861 Tod eines weiteren Kindes, Adresse wie vorher
1861 Aufnahme in den Gemeindeverband, bis dahin zuständig nach Mislitz, Bezirk Znaim, Mähren
1862 17. Juni: Rosa Haas, Hausiererskind, gestorben, Weinzierl 8
1871 14. Jänner: Regina, Kind des Jakob Moses, in Hohenstein Nr. 6 gestorben
1876 13. Mai: Rosalie, Handelsmanntochter, Krems Nr. 180, gestorben
1890 16. April: 65-jährig gestorben, Margaretenstr. 8, IFK

Hahn (Hann)

Lewi:
1861 ab: in Krems nachweisbar – 19. Jänner: „verstorben in Krems dem Herrn Lewi Hahn, israelitischer Handelsmann, sein Kind, 3 Jahre, Stadt Nr. 15“!
1863 Krems Nr. 14
Gattin: Rosalia
Kinder: Josef
Samuel
Wilhelm
Magdalena
Keine weitere Erwähnung in städtischen Quellen.

Hahn

Adolf Dr.:
Geburtsdatum und ˆort unbekannt; zuständig: Dub, Böhmen
1878 September: in Krems als Rabbiner angestellt, ungarischer Staatsbürger, zuständig: Dub, Bezirk Strakanitz, Böhmen.
1879 24. April: Festgottesdienst anlässlich der Silberhochzeit des „Allerhöchsten Kaiserpaares“ unter dem „hiesigen“ Rabbiner Dr. Hahn.
1880 18. August: Festgottesdienst anlässlich des 50. Geburtstages des Kaisers. In der Festpredigt hebt der Rabbiner Dr. Hahn die Gleichstellung aller Konfessionen unter der Regierung dieses Monarchen besonders hervor.
1880 13. November: Anfrage der Statthalterei, ob der Rabbiner A. Hahn die Entlassung aus dem ungarischen Staatsverbande erhalten und den österreichischen Staatsbürgerschaftseid abgelegt hätte und somit für die Führung der israelitischen Matriken bei der israelit. Kultusgemeinde Krems beeidet worden ist.
1880 5. Dezember: Rückantwortung der BH Krems, dass der Betreffende noch nicht in der Lage war, seine Entlassung aus dem ungarischen Staatsverband nachzuweisen.
1881 28. Jänner: Richard Rabbinerskind, 40 Tage, gestorben, Donaustr. 8
1881 8. Mai: Nach Vorlage der Entlassung aus dem ungarischen Staatsverband den Eid als österreichischer Staatsbürger und den Eid als Matrikenführer der israelitischen Kultusgemeinde Krems abgelegt.
1881 24. Mai: Letzte Erwähnung in einer Kremser Quelle und zwar im Gesuch des Kultusvorstandes Pinkus Oberländer um Lostrennung der Kultusgemeinde Krems von der Kulutsgemeinde St. Pölten in Eheangelegenheiten.

Hauser

Adolf:
1849-1926, IFK
1926 27. Jänner: gestorben
Über die Dauer seiner Anwesenheit in Krems und über seine Tätigkeit gibt es keine Hinweise.

Katharina:
Ehefrau des Adolf H.; 1853-1933, IFK

Philipp:
Sohn des Adolf und der Katharina H.
1881 geboren, vermutlich in Krems
Militärbeamter
1921 Mitinhaber der Fa. A. Neuner in Krems, Schwedeng. 2
Handel mit Häuten, Fellen und Weinstein
Gattin: Charlotte geb. Neuner
1922 18. Juni: Charlotte erwirbt Hausanteil von Schwedengasse 2
1930 Kind: Liesl geb. 12.6.
1936 28. März: Philipp in Wien gestorben, IFK
1939 11. November: Abmeldung nach Wien: Charlotte mit Tochter Liesl.

Heller

Franziska:
1863 Hohenstein Nr. 3, ledig

Charlotte:
1863 Hohenstein Nr. 3, ledig

Sali:
1841-1842 einige Male für 24 Stunden in Krems

Herzog

Rosa:
Tochter des Michael und der Rosalia Goldnagl
1928 gestorben, IFK

Hirsch

1833-1841 Benesch
Bernhard aus Trentschin
David aus Trentschin
Ignaz aus Mißlitz
Isak aus Trentschin
Jonas aus Neustupov
Josef aus Schaffa
Leopold aus Mißlitz
besuchen wiederholt kurzfristig Krems

Hermann:
1893 Gewerberücklegung: Pferdehandel in Krems

Joel:
1865-1872 zwischen: geboren
1915 tauglich bei der Musterung der 43-50 Jährigen in Krems
1909-1938 vor: Pferdehändler in Krems, Langenloiserstr. 10
Gattin: Laura
1905 Kind: Josef geb. 22.8., in Krems
1945 Joel: 8. Mai: für tot erklärt
1938 7. Oktober: Frau und Kind nach Knittelfeld abgemeldet; er selbst inhaftiert.
1949 wieder in Krems
1950 Abmeldung
Gedenkaktion 2009

Leonhard:
1909 Pferdehändler in Krems, Langenloiserstr. 10

Irma:
1888-1896, IFK

Hochsinger

Julius:
1849 geboren; Geburtsort unbekannt
1912 zuständig: Osakathurn, Ungarn
Kaufmann
Schlüsselamtsgasse 4 bei Katharina Oberländer, von Osakathurn
1913 gestorben, IFK

Emma:
1853-1927, Gattin des Julius H., IFK

Irene:
vermutlich Tochter von Julius und Emma H.
1876 3. August: geboren in Osakathurn
1919 22. Juli: zuständig: Krems
ledig, ohne Bekenntnis, Winzergasse 6
1930 röm.kath.

Hohenberger

Leopold:
1859 ca. geboren in Kostl, Mähren
1877-1880 3 Verurteilungen wegen Diebstahlsteilnahme und Betruges in Mähren
1886 ab: in Krems
Agent beim Realitätenvermittler Jakob Kolb
1894 Kassier, Haffnerplatz 10
1895-1897 Kassier (bei Jakob Kolb!), Untere Landstr. 35
1897 ab: Margaretenstr. 10
1904 Margaretenstr. 12
Gattin: Marie
1906 eigene Konzession für Realitätenvermittlung
1908 Offenbarungseid
1910 Entziehung der Konzession wegen Aufgabe fingierter Heiratsanzeigen – Strafanzeige
1911 4 Jahre schweren Kerker wegen Betruges
1923 laut Erhebung vom 30.12. – gestorben, nicht IFK
Gattin weiterhin Margaretenstr. 12

Hruby

Max:
Musiker; vor seiner Verehelichung zum mosaischen Glauben übergetreten.
Geburtsdatum und -ort unbekannt
1921 Mai: Vermählung mit Rosa Kohn in Krems
1921 27. Mai: Sohn Kurt in Krems geboren
1927-1938 Krems, Obere Landstr. 8
1938 Oktober: Max: Abmeldung in die Schweiz
Rosa: Abmeldung nach Wien

Kurt:
Sohn des Max und der Rosa H.
1921 27. Mai: in Krems geboren
1931-1938 1.-7. Kl. Gymnasium
Im Sommersemester des Schuljahres
1937/38 nur mehr als Hospitant geführt. – Er war der letzte Schüler mosaischer Religion am Gymnasium Krems.
1938 27. September: Abmeldung nach Salzburg