Tafel über das mittelalterliche Judentum und Kurt Hruby

Bürgerspitalskirche

Öffnungszeiten

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Bürgerspitalskirche

Tafel: Familie Karpfen

Immobilare Treuhand GmbH

Familie Karpfen

Jakob, Paula, Fritz und Kurt

Jakob Karpfen war 1882 in Krems geboren worden, besuchte die Realschule und betrieb nach dem Tod seines Vater Leopold ab 1920 ein Geschäft in der Unteren Landstraße. Von Textilien über Felle, Alteisen und Weinstein kaufte Jakob Karpfen Materialien ein, um sie nach Wien zu liefern. Das Zwischen-lager für diesen Handel befand sich in der heutigen Mitterau in Krems und wurde volkstümlich „Karpfen-Stadl“ genannt. Seine Söhne Fritz (geboren 1912) und Kurt (geboren 1920) besuchten ebenfalls die Realschule.

Der Abschied der Familie Karpfen 1933 von Krems hätte ein Signal für die Kremser Juden sein können, das jedoch nur von wenigsten verstanden wurde.

Fritzi Karpfen war die Tochter von Karl Karpfen, einem Bruder von Jakob Karpfen, der bereits 1929 nach Wien übersiedelte. Fritzi Karpfen absolvierte die Realschule 1931 in Krems und dürfte nach dem Tode des Vaters nach Wien gegangen sein, von wo sie nach England emigrierte.

Sandra Kren

Immobilare Treuhand GmbH

Die Tafel befindet sich in diesem kleinen Geschäftslokal rechts neben dem Eingang.

Öffnungszeiten

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Adresse

Immobilare Treuhand GmbH
Herr Wally: 0699/814 477 95
Untere Landstraße 28
3500 Krems

Tel: 02732/766 34 –0 Tel: 02732/766 43-20 kanzlei@immobiliare.at

Tafel: Samuel Kohn

Magnum S. Kohn

Samuel Kohn

Samuel, Amalie, Anna, Rosi, Johann und Richard

Im Jahr 1906 heiratete der 1865 in Schiltern bei Krems geborene Samuel Kohn Amalie Weiß. Der Ehe entstammten vier Kinder: Anna (später Lambert), Rosi, Johann und Richard. Samuel Kohn wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg zum Mitbegründer der sozialistischen Mietervereinigung in Krems.

Am 13.12.1938 musste Samuel Kohn Krems verlassen, er starb 1941 in Wien und wurde am Zentralfriedhof begraben. Anna Kohn zerstritt sich mit ihrem Vater, zog nach Wien und flüchtete 1939 nach England, wo sie ihre beiden Söhne großzog.

Rosi Kohn arbeitete als Kindermädchen in Krems, Ungarn und schließlich in Wien bei einer Familie Quittner, denen die Flucht gelang. Rosi war bis zu ihrer Deportation nach Izbica am 9.4.1942 in der Porzellangasse 18/14 in Wien gemeldet. Johann Kohn, arbeitslos gewordener Juwelier, verdiente sich seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsarbeiten. 1938 wurde er ins Konzentrationslager Dachau eingeliefert, bereits ein Jahr später wieder entlassen konnte er nach England fliehen. 1947 kehrte er als einziger Jude nach dem Holocaust nach Krems zurück.

Richard Kohn kam nach dem Tod seiner Mutter in ein Waisen-haus nach Wien. Nach seinem Schulabschluss arbeitete er als Zimmer- und Dekorationsmaler in Wien. Im Jahr 1934 wanderte er nach Palästina aus.

Petra Exenberger, 6B

Juden in Krems: Samuel Kohn

Magnum Herrenmode

Die Tafel befindet sich links neben der Kassa.

Öffnungszeiten

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Adresse

Magnum Herrenmode
Otto Tersch
Schwedengasse 2
3500 Krems

Tel: 02732/ 70471
Fax: 02732/70451
model1@aon.at

Tafel: Jakob u. Katharina Sachs

Apotheke Tafel Sachs

Jakob und Katharina Sachs

Das alte Ehepaar Sachs lebte in der Dachsberggasse 8 und musste am 15. November 1938 die Stadt Krems verlassen.

Abraham Nemschitz, der Enkel erinnert sich: „Wenn ich heute versuche, aus Erzählungen meiner Eltern und Großeltern, mir ein Bild über die jüdische Gemeinde in Krems zu machen, möchte ich sagen, dass über eine Spanne von 50 Jahren (1880-1930) das Leben in Krems frei von Hass war. Grundlegend hat man wohl einen Sündenbock für die Ursache der Weltkrise gesucht und da mussten eben die Juden herhalten, wie so oft in der Geschichte. Überschrift Krems 1938-1945 hat bei mir einen bitteren Geschmack. Ich war dritte Generation Krems. Eine große Familie. Bereits 1934 mussten wir sowie viele andere Familien Ihre Geschäfte liquidieren, da sie dem Boykott nicht mehr standhalten konnten. Wir machten den Fehler, nach Wien zu gehen und sind nicht einigen anderen jüdischen Familien nach Erez Israel gefolgt. Unser Fehler kostete das Leben des Großteils der Familie.“

Jakob Sachs blieb die Deportation erspart, er starb 1940 in Wien und ist auf dem Zentralfriedhof begraben. Die 80jährige Katharina Sachs wurde gemeinsam mit den Familien der beiden Söhne nach Theresienstadt deportiert und ermordet.

Im Totenbuch von Theresienstadt sind folgende Familien-mitglieder verzeichnet:

  • Sachs Katharina geb. 15.4.1860;
  • Sachs Karl geb. 22.11.1887;
  • Sachs Norbert geb. 25.5.1895;
  • Sachs Stephanie geb. 13.4.1899;
  • Sachs Katharina geb. 2.6.1899;
  • Sachs Judith geb. 26.2.1925

Nadine Ebm, 6a

Juden in Krems: "Jakob Sachs"

Juden in Krems: Katharina Sachs

Adler Apotheke

Tafel hängt in der Auslage.

Adresse

Adler Apotheke
Walter Zündel & Co
Obere Landstraße 3
3500 Krems

Tel.: +43 (0)2732/82001

Tafel: Familie Wasservogel, Familie Neuner

sonnentor filiale

Familie Wasservogel

Rudolf, Erna, Marion und Erich Wasservogel

Rudolf und Erna waren die Eltern von Marion und Erich Wasservogel. Der Vater Rudolf führte in den 20er Jahren ein Installationsbüro für Elektrotechnik musste dieses letztlich schließen. Marion Wasservogel, eine Schülerin des Piaristengymnasiums in Krems schätzte den zunehmenden Antisemitismus in Österreich richtig ein und wandert schon 1933 nach Palästina aus.

Die beiden Eltern und Marions Bruder bemühten sich ab September 1938 um die Ausreise aus Österreich, die 1939 gelang. Die Reise nach Palästina war für die damals nicht mehr jungen Eltern sehr beschwerlich. Rudolf konnte in Palästina während des Krieges eine Stelle als Elektriker in einer Militärwerkstatt bekommen, obwohl er weder Englisch noch Hebräisch konnte. Die Mutter verdiente Geld, in dem sie Blumen aus Stoff und Leder fertigte.

Rudolf arbeitete nach dem Tod seiner Frau 1963 als Magazineur. 1973 verstarb er verarmt in einem Altersheim.

Der Sohn Erich diente in der Englischen Armee und änderte den Namen Wasservogel auf Wayne. Er kehrte nach dem Krieg 1945 nach Österreich zurück.

Julius Fischer, 6A

W wie Wasservogel

Juden in Krems: Wasservogel

Familie Neuner

Agnes, Albert, Ernst und Charlotte Neuner

Die Familie Neuner betrieb am Beginn der Schwedengasse ein Wäschegeschäft. Das Geschäft wurde wie viele jüdische Geschäfte im Jahr 1938 geplündert. Josef Tauber erinnert sich an die Plünderung. „Wir waren Kinder und sind herumgerannt und haben gesehen, wie die SA gekommen ist. Die haben die Fenster und Auslage eingeschlagen und die alte Frau haben sie auf die Straße getrieben und niedergeschlagen.

Arthur und Frieda Neuner wanderten nach Palästina aus, kehrten aber aufgrund der schwierigen Bedingungen 1937 nach Österreich zurück. Sie wurden 1942 von ihrer Wohnung in Wien nach Minsk deportiert. Charlotte Hauser (geborene Neuner) wurde mit ihrer 20-jährigen Tochter Liesel fünf Monate später nach Theresienstadt deportiert.

Die Mutter Agnes Neuner überlebte das Konzentrationslager und ist fast 100jährig in den siebziger Jahren in Wien gestorben.

Christian Vorhemus, 6A

Juden in Krems: Familie Neuner

Sonnentor, Kräuterhandelsgmbh

Die beiden Tafeln befinden sich links und rechts neben dem Eingang außerhalb der Steinertores und sind trotz Spiegelung auch nach Geschäftsschluss zu erkennen.

Öffnungszeiten

Montag – Freitag 09.00-18.00 Uhr
Samstag 09.00-17.00 Uhr

Adresse

Sonnentor
02732 / 70880
Schwedengasse 2
3500 Krems
office@sonnentor.at

Tafel: Anna Lambert

Anna Lambert

Denkmal für Anna Lambert

Juden in Krems: Anna Lambert

TPA Niedetzky Partner

Tafel für Anna Lambert fehlt noch.

Öffnungszeiten

Adresse

Schwedengasse 2
3500 Krems

Tafel: Familie Neuberger

Familie Neuberger

Fritz Neuberger war mit Christin Marie Dragon verheiratet, gemeinsam leiteten sie ein Hutgeschäft. Im Jahre 1938 ließen sich die beiden scheiden, um das Geschäft zu erhalten. Während des Novemberpogroms wurden sämtliche jüdische Geschäfte demoliert, während der Hutsalon Neuberger unbeschädigt blieb. Grund dafür war das Interesse der Schwägerin Hermine Dragon für dieses Objekt, die enge Beziehungen zur SA hatte.

Fritz Neubauer zog nach Wien half jedoch weiter heimlich bei der Führung des Geschäftes mit. Die gemeinsame Tochter lebte teils bei der Mutter und teils beim Vater.

Dieser Kontakt wurde bei der Kreisleitung denunziert und angezeigt. Daraufhin wurde Fritz Neuberger von Wien nach Minsk deportiert und ermordet. Hermine Dragon, Schwägerin von Marie Neuberger, arisierte das Geschäft zu arisieren.

Im November 1945 wird Hermine Dragon verhaftet. Da sie sich keiner Schuld bewusst ist, hat sie einen besonderen Grund für ihre Entlassung vorzubringen: In ihrem Geschäft befinden sich 100 Männer-Hüte in Reparatur und neue Hüte sind nicht erhältlich. Aus diesem Grund müsste das Gericht angesichts der gefährdeten Gesundheit von so vielen Männern ihrer vorzeitigen Entlassung zustimmen.“

Sandra Kern, Petra Exenberger 6A

Juden in Krems: Neuberger

Die Tafel steht in der Auslage des ehemaligen Hutgeschäftes Neuberger und ist jederzeit zu besichtigen. Der Vermieter des Geschäftes Herr Kaltenböck unterstützt unser Projekt.

Öffnungszeiten

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Spenglergasse

Tafel: Familie Kerpen

Tier & Wir Jonas

Familie Kerpen

Arnold, Kamilla, Frieda und Ilse Kerpen

Arnold Kerpen wurde am 17. November 1887 in Znaim, Mähren geboren und war ab 24. September 1919 in der Dinstlstraße 10 gemeldet. Seine Frau Kamilla stammte aus Nöchling in Niederösterreich.

Das Delikatessengeschäft des Ehepaars Arnold und Kamilla Kerpen befand sich Ecke Ringstraße/Dinstlstraße in jenem Haus, in dem auch die Familien Adler und Nemschitz wohnten.

Arnold Kerpen war 1932 Vorstandsmitglied der Kultusgemeinde und ab 1937 Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde in Krems. Er wird am 12./13. März 1938 verhaftet, nach einigen Tagen jedoch wieder freigelassen.

Die Familie Kerpen floh am 1. Juni 1938 nach Nöchling in Niederösterreich, nahe der oberösterreichischen Grenze, wo die Möbel und Wertsachen im Pfarrhof deponiert wurden. Illegal reiste die Familie nach Palästina, wo heute die beiden Töchter Frieda Neumann(geb:Kerpen) und Ilse Neumark (geb. Kerpen) in Netanya leben.

Arnold Kerpen arbeitete bis zu seinem Tod als Kellner in einem Restaurant am See Genezareth. Dass Arnold Kerpen als Kaufmann, der gerne vor seinem Geschäft stand, zum Gespött der Schulkinder wurde ist durch die Erinnerungen einer Kremserin belegt: "Nachlaufen haben wir gespielt, na was hat sich da oft abgespielt. Der Kerpen hat hinten die Kisten geschlichtet gehabt, boshaft wie wir schon waren, haben wir im Vorbeirennen die Kisten runtergeschmissen."

Tier & Wir – Tierfachgeschäft Jonas

Die Tafel hängt im Geschäft rechts über den Käfigen der Frettchen.

Öffnungszeiten

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Adresse

Tier & Wir – Tierfachgeschäft Jonas
Dinstlstr 10
3500 Krems an der Donau

Tel: 02732 / 85423
Fax: 02732 / 85423-4

Denkmal von Leo Zogmayer

Zogmayer

Zwei Metallkuben die mit einer Petition gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in die Grundfesten des Steinertores eingemauert wurden.

Beschriftung: In dieser Stadt 1932-1939. Verdeutlicht die Vertreibung der Juden, die bereits vor 1938 begonnen hat.

Gedenktafel zu diesem Projekt an der Fassade des Geschäftes Sonnentor.

Juden in Krems: Leo Zogmayer

Adresse

Steinertor

Tafel: Familie Max Kohn 2

Göschl Kohn

Max und Franziska Kohn

"Mein Vater war ein Kaufmann und hatte in der Unteren Land-straße einen kleinen Laden für Schuhe und Kleider, seine Kundschaft waren meist Bauern aus der Umgebung." erinnert sich Robert Kohn in Israel.

Max Kohn wurde am 19.März 1875 in Krems geboren und lernte seine spätere Frau Franziska in Wels kennen. Sie hatten zwei Kinder, Alice und Robert. Seine Tochter wurde 1904 in Linz geboren, hieß nach ihrer Hochzeit Bader. Nach der Hochzeit eröffneten sie in Linz einen Kaufmannsladen.

Am 3.9 1909 übersiedelten Max und Franziska nach Krems. Danach wurde ihr Sohn Robert am 12. 5. 1911 in Krems geboren. Das Geschäft gang Anfangs sehr gut, da es Franziska sehr ambitioniert war. Während des Hungerleidens im Ersten Weltkrieg tauschten sie eigene Ware gegen Lebensmittel ein. Max war immer daran interessiert sein Textiliengeschäft zu vergrößern, doch es fehlte das Geld.

In den Jahren 1927 und 1928 ging er eine Partnerschaft mit einem Wiener Geschäftsmann ein, um seine Ware besser verkaufen zu können. 1933 emigrierte die Familie Karpfen nach Palästina und Max übernahm deren Handel mit Fellen – und Weinstein. Dieses Geschäft führte er parallel zu seinem eigenen.

Am 24. 12 1938 wurde Familie Kohn aus Krems vertrieben. Ihnen gelang die Flucht nach Palästina.

Christoph Wagner, Matthias Aichinger 6A

Juwelier, Goldschmied Göschl E F OHG

Über der Kassa rechts vom Eingang.

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Adresse

Juwelier, Goldschmied Göschl E F OHG
Untere Landstr 49 – 51
3500 Krems an der Donau

Tel: 02732 / 82373
Fax: 02732 / 83605